- Monday, 26.10.26, 11:00 - 12:00 Uhr
Digitalisierung trifft Handwerk
Der digitale Wandel ist längst da – egal ob auf gesellschaftlicher, wissenschaftlicher oder politscher Ebene. Wir buchen Reisen und Mietwagen über das Internet, lesen digitale Magazine, telefonieren über Skype und kommunizieren mit den neusten Techniken. Doch ein Bereich, auf den wir alle im alltäglichen Leben zurückgreifen, blieb bislang wenig digitalisiert: das gute alte Handwerk.

Online zur neuen Heizung
Wer einen Handwerker sucht, der die Wohnung streicht oder die Spülmaschine repariert, wird im Internet ganz gut fündig. Doch was ist mit komplexeren Handwerksbeauftragungen wie zum Beispiel einer neuen Heizungsanlage? Bei umfangreichen Dienstleistungen, die erklärungsbedürftig sind, ist das Angebot eher dünn. Doch auch komplexe Handwerks-Vorgänge lassen sich digitalisieren und damit für Kunden und Anbieter verbessern.
Das Team von Kesselheld hat sich auf das Thema Heizungsbau spezialisiert und sich vorgenommen die Digitalisierung des Handwerks voranzutreiben.
Konkret: Kesselheld ermöglicht es, dass Kunden eine neue Heizung online kaufen können.
Warum? Weil das schneller geht, einfacher ist und Zeit spart – für Kunden und Anbieter.
Fotos per WhatsApp ersetzen die Ortsbegehung
Auf der Website können Immobilienbesitzer mit ein paar Antworten zur Immobilie und der aktuellen Heizsituation ein Angebot für eine neue Heizung anfordern. Was wegfällt: Heizungsbauer suchen, anrufen, Termin vereinbaren, Besichtigung durchführen und auf das Angebot warten.
Mit moderner Technik geht das nämlich auch einfacher. Die Ortsbegehung wird einfach durch eine Fotobegehung per Smartphone ersetzt. Hausbesitzer fotografieren ihre Altanlage im Keller mit dem Smartphone und versenden die Fotos per WhatsApp oder E-Mail. Zusammen mit den Onlineangaben lässt sich daraus schnell ein Angebot erstellen. Das Ergebnis: Weniger Stress für Besitzer und Handwerker.
Der direkte Austausch bleibt weiterhin wichtig
Beim Kauf einer neuen Heizung und der Montage kommen schnell mal Beträge von 5.000 bis 10.000 Euro zusammen. Dann ist persönliche Beratung wichtig, auch um Vertrauen aufzubauen. Die Mitarbeiter telefonieren dafür mit jedem Heizungskunden. Auch in dem Bereich wird’s digital: Für die Beratung und Telefonie hat das Startup Prädiktoren entwickelt, um herauszufinden, wie ernsthaft Kunden an einem Angebot interessiert sind.
Ein Heizungskalkulator errechnet das Angebot
Besonders langwierig ist bei großen Handwerkerleistungen immer die Angebotserstellung. Beschleunigt wird dieser Vorgang durch den Heizungskalkulator „Aestus“. Eigens entwickelt, auf Basis von individuellen Datenpunkten, ermittelt dieser das passende Heizungssystem und berechnet das fertige Angebot.
Der Kalkulator ist in direkter Zusammenarbeit mit den Heizungsbauern entstanden: Aus deren Bauchgefühl und langer Erfahrung wurde erst ein großer Logikbaum und dann eine anwenderfreundliche Software. “Aestus” errechnet beispielsweise die Art und Länge der erforderlichen Rohre auf Basis verschiedener Daten: Standort des Kessels, Etagenanzahl und Beschaffenheit des Schornsteins. Für viele Heizungsbauer ist der Kalkulator eine Hilfe bei der täglichen Arbeit.
Wo geht die Reise hin?
Es gibt noch viele weitere Ansatzpunkte für die Digitalisierung im Heizungsbau. Je länger sich das Team, das mit Joachim Ossendorff auch einen Heizungsbaumeister an Bord hat, innerhalb der Branche bewegt, umso besser wird das Verständnis dafür, welche Themen noch anzugehen sind. Derzeit läuft ein neues Pilotprojekt, bei dem es darum geht, über Social Media-Kanäle neue Fachkräfte für PartnerHeizungsbauer zu akquirieren. Denn auch die Vermittlung von Fachkräften im Handwerk hat digitalen Verbesserungsbedarf!

Über Kesselheld:
Kesselheld ist ein junges Startup aus Düsseldorf mit dem Ziel den Heizungsmarkt für Kunden und Heizungsbauer mittels Internet und moderner Technologie zu vereinfachen. Gegründet im Oktober 2015 bildet das Unternehmen die Schnittstelle zwischen Handwerk und Kunden.
www.kesselheld.de
Über den Gründer:
Gründer Martin Teichmann hat zuvor das erfolgreiche Immobilien-Startup HOMEDAY im STARTPLATZ in Köln mit gegründet. Als Projektleiter bei der Boston Consulting Group hat er Stadtwerke und große Energiekonzerne beraten.

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