- Monday, 26.10.26, 11:00 - 12:00 Uhr
Gründerinnen im Interview
Startup Name: Radbonus
Team (Namen): Nora Grazzini
Teamgröße: 7
Die Idee in 2-3 Sätzen: Radbonus ist ein neues Belohnungsprogramm für Radfahrer. Gefahrene Rad-Kilometer werden von Krankenkassen, Arbeitgebern, Bike-Shops und dem stationären Handel mit finanzielle Prämien belohnt.
Ideenstart: Juli 2015
Der nächste Meilenstein: Einbindung der Arbeitgeber und Krankenkassen
Lieblings-Prokrastination: Steuererklärung
Warum STARTPLATZ: Der Startplatz gibt mir das Gefühl es schaffen zu können.
Euer Unternehmen in aller Kürze:
#Radfahren #Belohnungsprogramm #Motivation
1. Was hat dich motiviert zu gründen?
[Nora:] Ich wollte etwas aufbauen, das die Welt verändert. Und das am besten mit einem funktionierenden Business, welches ich von vornherein eigens gestalten kann. Momentan kann ich mir in meinem Leben keine spannendere Herausforderung vorstellen.
2. Was glaubst du, ist der Grund, warum es weniger Gründerinnen als Gründer gibt?
[Nora:] Frauen haben oft nicht den Mut, den nötigen Schritt zur Gründung zu wagen und zu sagen: „Ich weiß nicht alles, aber ich schaffe das, ich mache das und ich werde erfolgreich sein!“
3. Gründen Männer anders als Frauen?
[Nora:] Groß zu denken ist bei Frauen selten gerne gesehen oder wird kritisch hinterfragt. Frauen versuchen, realistisch zu bleiben und untertreiben häufiger. Zum Gründen gehört neben der Fähigkeit, zu träumen, auch eine gehörige Portion Größenwahn. An dieser Stelle kann ich jeder Gründerin empfehlen, sich von der Startup-Szene in den USA inspirieren zu lassen, die mich dazu ermutigt hat, größer zu denken und weiter gesteckte Ziele anzustreben. Dieses Selbstbewusstsein sollten wir Gründerinnen in Deutschland noch viel mehr kultivieren.
4. Was glaubt ihr muss sich in der Startup-Szene verändern, damit mehr Frauen gründen?
[Nora:] Ich kann nicht einschätzen, ob es an der Startup-Szene liegt. Was ich häufig beobachte ist, wie Frauen Männer in ihrer Selbstständigkeit unterstützen und ermutigen, während es, wenn es um die eigene Idee und dessen Verteidigung geht, schwierig wird.
5. Was für Möglichkeiten und Angebote für Gründerinnen gibt es bereits und haltet ihr diese für sinnvoll?
[Nora:] Ich bin zurzeit dabei, gemeinsam mit anderen Frauen ein Gründerinnen Netzwerk aufzubauen, weil ich weiß, wie wichtig ein Austausch für mich, aber auch für mein Gegenüber sein kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass Vorbilder helfen, selbst den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, denn „wenn die Anderen das können, kann ich das auch!“
6. Was macht deiner Meinung nach eine erfolgreiche Gründerin aus?
[Nora:] Die Frauen, die ich kenne, sind fachlich sehr kompetent und von Natur aus fleiß Wenn sie sich trauen und dran bleiben, funktioniert es! Ich persönlich würde mich sehr über eine Mitgründerin freuen, die ebenfalls 100 Prozent gibt, wodurch hochwertige Ergebnisse erzielt werden können. Bis jetzt hat es zwar noch nicht gepasst, aber ich suche weiter.
7. Gibt es für dich ein weibliches Vorbild in der Gründerszene?
[Nora:] Mich inspirieren Frauen, die Dinge anders machen und ihren eigenen Weg gehen, wie beispielsweise Lea-Sophie Cramer von Amorelie und Franziska von Hardenberg vom Blumenversand Bloomy Days. Eva Mohr von Allthatiwant habe ich zu verdanken, dass ich mich getraut habe, meine Leidenschaft für das Radfahren in ein Business zu verwandeln. Sie inspiriert mich mit ihrer lockeren und positiven Art. Außerdem habe ich im Gespräch mit ihr immer das Gefühl, dass wir heute selbst entscheiden können, wie wir Business betreiben wollen. Es muss nicht nach festen Regeln laufen, die meist männlich geprägt sind. In der heutigen Zeit können wir selbst bestimmen, wie wir es haben wollen. Und das ist großartig!
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